Dienstag, 16. Februar 2010

Ironie des Schicksals

Das hätte heute der ultimative Abschluss der diesjährigen Narrenzeit werden können...geplant war von meiner Wenigkeit folgender Tagesablauf:

  • Zu einer nicht allzu unchristlichen Zeit aufstehen
  • einkaufen fahren
  • frühstücken
  • zusammen mit meinem putzfaulen Freund die vier Wände auf Vordermann bringen
  • ein paar Stündchen die Nase in meine ach so geliebten Skripten stecken,
  • um dann abends ruhigen Gewissens die Beerdigung des Faschings mitverfolgen zu können,
  • anschließend einen Brathering mit Kartoffeln zu verspeisen und somit die Fastenzeit auf standesgemäße Art und Weise zu beginnen.

Ja, das war der Plan...eigentlich! Aber wie so oft im Leben kommt alles anders, was in meinem Fall Folgendes bedeutet:

Ich bin um 9 Uhr heute Morgen aufgewacht - dieser Punkt war noch vertretbar -
bin einkaufen gefahren - auch noch ok -
wenn mir dann nicht dummerweise einfällt, dass ich doch mal bei meiner Hausärztin nach einem Termin fragen könnte, da mich seit 2 Wochen kuriose Unterleibsschmerzen "quälen"...

Also fahre ich nach dem Einkaufen auf direktem Wege in die Praxis meines Vertrauens, in der ich dann erst einmal schlappe zwei Stunden im Wartezimmer sitze, macht ja auch Spaß, ne?!
Meiner Meinung nach leide ich allerhöchstens an einer Blinddarmreizung, die ich aber trotzdem gerne bestätigt haben will. Dummerweise nimmt Fr. Dr. das Ganze etwas ernster als ich und verweist mich auf direktem Wege mit Verdacht auf akute Blinddarmentzündung ins Krankenhaus, wo ich dann hundertmal die gleichen Fragen beantworten muss, mich von drei verschiedenen Ärzten untersuchen lassen muss, um dann auf Nulldiät und Klistir gesetzt zu werden...und zu guter Letzt teilt mir der Internist mit, dass es sicher ned der Blinddarm ist, sondern eher eine Infektion. Na toll!!!

Danke, sag ich da....warum bitte lieg ich dann immer noch da? Neben einer alten Frau, die jetzt schon schlafen kann?? Ich hoffe, dass der Spuk morgen mittag vorbei bin und ich dann wieder was essen darf, is ja nicht zum Aushalten hier...

Der einzige Vorteil: Ich beginne die Fastenzeit einen Tag früher und mit mindestens 2 Kilo weniger ;-)

Montag, 8. Februar 2010

Das Fleisch ist schwach!!

Nach nunmehr bereits zwei langen Wochen mal wieder eine Aktualisierung meines derzeitigem Status. Um es kurz und bündig, wenn auch etwas niveaulos und ordinär, zu formulieren:

Äh...mal überlegen....scheiße!!!!

Warum eigentlich gelingt es mir immer wieder, einen neuen Zeitpunkt für den Beginn meiner Ernährungsumstellung festzusetzen?? Na ganz klar: Mein heiß geliebter Fasching und mein innerer Schweinehund, der mich vehement daran hindern will, nicht jedes Wochenende alkoholische Getränke zu konsumieren!!

Zumindest bleibt mir ein positiver Ausblick in die Zukunft, der mir in wenigen Tagen erneut die Gelegenheit geben wird, große Sprüche zu klopfen, die mittlerweile vermutlich keinen mehr dazu bewegen, an mich und die Erfüllung meines Vorhabens zu glauben - was ich ihnen auch nicht verdenken kann.

Aschermittwoch, bitte komm schnell!!!

Montag, 25. Januar 2010

Morgen...

..ist eines meiner Lieblingswörter. Genauer gesagt findet man dieses nette Wort, das einem für ein paar Stunden ein Gefühl der Erleichterung gibt, unter den Top 5 meiner am Häufigsten benutzten Ausdrücke.

Morgen...

...mach ich endlich die Wäsche fertig.
...fang ich an kontinuierlich und vor allem effektiv zu lernen, so dass ich endlich diese lästige Prüfung bestehe.
...schicke ich endlich das Paket mit den nicht passenden Klamotten zurück (mittlerweile sind es sogar schon zwei!!)
...rufe ich endlich beim Arzt an und lasse mir die Überweisung zum Augenarzt ausstellen.
...arbeite ich endlich wieder an meinem Ziel: 65 kg!!!!

Tja, morgen...es gibt auch so nen schönen Spruch, der in meiner Lieblingskneipe (es gibt eigentlich nur zwei in Regenstauf...) über dem Thekeneingang hängt:

"Ab morgen gibt es Freibier!"

So ungefähr kann man sich das bei mir auch vorstellen: Es ist jeden Tag morgen der große Tag, an dem alles anders wird und ich mich endlich auf den Weg zur absoluten Perfektion in allen Lebenslagen begeben werde. Hoffentlich ist bald morgen!

Naja, immerhin ist es mir bereits gelungen innerhalb von zwei Wochen einen Verlust von 2 kg in Form von Wasser verzeichnen zu können, der sich allerdings nach dem letzten Wochenende und dem heutigem Tage wieder erübrigen dürfte. Geburtstage sind böse und sollten abgeschafft werden! Und dabei war es nicht mal mein eigener, denn der steht mir ja nächste Woche noch bevor...

Aber bevor ich endgültig den Kopf in den Sand stecke und bald in eine Klinik für Essgestörte zwangseingeliefert werden muss, weil ich nicht mehr von meiner Kuhle auf der Couch rauskomme, starte ich einfach morgen einen neuen Versuch!

Morgen.....

Montag, 18. Januar 2010

Ein Lichtblick...

...nur noch 5 Monate!!!


Allein, allein, allein, allein...

...fühl ich mich heue irgendwie! eve, du kannst mich doch ned im Stich lassen hier...bitte melde dich!!!! :-)

Nachdem mein WE nicht meinem guten Vorsatz entsprechend gelaufen ist, bin ich heute höchst motiviert und mit einem Kilo weniger als vor sieben Tagen, in die neue Woche gestartet. Schon allein die Tatsache, dass Männer, wenn sie nicht ausgelastet sind, sehr anstrengend und nervenzehrend sind, lässt meine Vorfreude auf eine neue Arbeitswoche sich mittlerweile auch schon So abends blicken...unfassbar!

Was mir mittlerweile nicht mehr schwerfällt, ist, mittags nicht mehr zu essen, als mein Magen eigentlich braucht. Da ich vor drei Monaten wieder auf Mensaessen umgestiegen bin und der Geschmack des Essens nach einiger Zeit nachlässt, verstehe ich, warum es Menschen gibt, die kein Gemüse favorisieren. Die Zubereitungsart in manchen Kantinen - auch in dieser - lässt sehr zu wünschen übrig und man muss sich zwingend die Frage stellen, ob hier schon mal Gewürze, geschweige denn Salz verwendet wurden...heute habe ich Fisch mit Reis und Gemüse gewählt, was, wie sich nach Kurzem herausstellte, definitiv die falsche Wahl war. Im Großen und Ganzen schmeckte das Eine wie das Andere: Fisch genauso wie Reis, genauso wie Gemüse...schade! Wenigstens der Salat war einigermaßen genießbar!

Und somit schaffe ich es fast jede Mittagspause, nicht überfressen wieder an meinen Schreibtisch zu gehen! Ich bin stolz auf mich!

So, nun wende ich mich meinem zweiten guten Vorsatz zu: Lernen....bis dahin, ciao!

Freitag, 15. Januar 2010

Na bravo!

Auch das noch, reicht ja nicht, dass ich schon wieder Hunger habe, NEIN!!!

Da will man sich zumindest ein bißchen Bewegung an der frischen Winterluft gönnen, wenn schon der geplante Schwimmnachmittag nichts geworden ist und dann passiert Folgendes:

Gestresst, weil ich natürlich wieder nicht rechtzeitig fertig bin und von meinem männlichen Begleiter deswegen gepiesackt werde, schlüpfe ich schnell in meine schöne, warme, lange Winterjacke, leg den Schal um, setz die Mütze auf, ziehe die Handschuhe an....und stelle fest, dass mein Reißverschluss wieder offen ist. Die nette Kombination an meiner Jacke hat sich dann überflüssigerweise auch noch verhakt, na klar! Wutentbrannt darüber, dass sich der Verschluss nicht einen Millimeter mehr bewegt, genügt ein abrupter Zug, um das Ding letztendlich komplett zu liefern...na toll, ist ja auch von Vorteil, nur eine Winterjacke zu besitzen (also eine, die einem auch passt!).

Und jetzt??? Am Liebsten erstmal losheulen, weil man sich jetzt noch mehr über seine eigene Dummheit ärgert. Aber bringt ja auch nichts.

Andere Möglichkeit: Man sucht den nächsten Textildiscount auf und hofft auf ein passendes Angebot des Schlussverkaufs, auch wenn man im Moment eigentlich jeden Cent zweimal umdrehen sollte. Nach der ersten Station folgt dann ein erneuter Anflug aus einer Wut-Enttäuschung-Kombination, aber es gibt ja noch eine zweite Anlaufstelle, in der ich dann promt fündig werde und ein Exemplar in khaki für nur 5,- € ergattere. Ist zwar kein Hingucker, aber genügt meinen Ansprüchen einstweilen.

Naja, letztendlich dann doch nicht, da ich, am Zielort angekommen, meine Entscheidung doch lieber für das "defekte" Kleidungsstück fälle, denn schließlich sind da auch noch Knöpfe, die vorerst den gleichen Zweck erfüllen wie der Reißverschluss.

Und jetzt?

Bestell ich mir vielleicht gleich eine ganz Neue, die dann auch was hermacht...

Donnerstag, 14. Januar 2010

Wie lange noch?

...bis ich endlich in Größe 36/38 pass?

Hmm, wenn ich realistisch denke - was ich in den meisten Fällen zumindest versuche - dann mach ich jetzt meinen Rollcontainer auf, suche nach einem spitzen Gegenstand und bringe die Traumwolke, die seit Jahren über meinem Haupt schwebt, endlich zum Platzen.

Ausgeträumt und willkommen in der grausamen Realität!

Aber warum eigentlich?? Wer gibt dir die Gewissheit, dass ich dieses Mal erneut versage, nur weil mein Kopf meint, er wäre glücklicher, wenn ich fette und süße Sachen im Übermaß in mich reinstopfe? Komisch...sonst ist immer der Bauch das Problem. Der wird als Schuldiger enttarnt, wenn man nach seinem Gefühl geht und nicht nach dem, was einem der Kopf dringend rät. Beim Abnehmen ist es genau umgekehrt - ich spreche hier aus meinen Erfahrungen, die vermutlich nicht mit denen der Allgemeinheit gleichzusetzen sind, aber ich wollte schon immer "anders" sein.

Mein Bauch teilt mir nämlich lediglich in ca. 50% der Fälle, in denen ich Nahrung zu mir nehme, wirklich mit, dass ich ihn füttern soll. In den verbleibenden 50% ist es mein Kopf, der mich dazu drängt, eine Packung eisgekühlter Raffaello zu verdrücken, um dann anschließend nicht zu verdrängenden Heißhunger auf cm-dicke Wurstbrote zu verspüren, ohne die man den Tag keinesfalls fortführen kann.

Möglicherweise könnte ich dieses Problem und dazu noch ein weiteres gleichzeitig lösen: Wenn ich den Kopf so beschäftige, dass der Bauch keine Gelegenheit findet, sich zwischendurch zu melden, dann gibt er vielleicht irgendwann auf und ist zufrieden mit dem, was er bekommt, wenn der Kopf es so will. Glücklicherweise werde ich in zwei Monaten wieder vor drei schriftliche und eine mündliche Prüfungen gestellt, die unbedingt zu bestehen sind und somit ergibt sich folgender Ausblick auf die nächsten zwei Monate:

Büffeln, nebenbei ganz automatisch abnehmen und versuchen, die Traumwolke nicht zerplatzen zu lassen!